Projektarbeiten auf dem Präsentierteller Am 13. März fand in der HLMW9 Michelbeuern deren 1. Projektmesse statt. Die zahlreichen Besucher sahen eine Leistungsschau der schulischen Ausbildungsschwerpunkte. Der Exnersaal ist voll von Besuchern. Sie geben sich die sprichwörtliche Türklinke in die Hand, um eine Leistungsschau der Abschlussklassen zu begutachten. Idee: Prof. Simhandl, Koordination: Prof. Hinterberger. Im Vordergrund: die diesjährigen Projektarbeiten, erstellt von den zukünftigen Absolventinnen. Am Präsentierteller liegt eine vielfältige Produktpalette der einzelnen Ausbildungsschwerpunkte der Schule: Modedesign, Modemarketing, Kulturtouristik und Betriebs- und Ernährungswissenschaft.
Sie spiegelt das Ergebnis der gesamten schulischen Ausbildung wieder, mit der die die Schülerinnen in das Berufsleben eintreten. Und sie demonstriert das Prinzip des fächerübergreifenden Unterrichts, denn der Reiz liegt in der Vernetzung der Lehrinhalte. Ein Beispiel? Die Veränderung der Modewelt seit den 1970er-Jahren benötigt ein umfassendes Verständnis. Das Fach „Politische Bildung“ liefert den gesellschaftlichen Hintergrund, „Geschichte“ den historischen. In den kaufmännischen Fächern wird die Auswirkung der Globalisierung auf die wirtschaftliche Entwicklung der Modeindustrie erklärt. Die Produktion wird in Länder wie Vietnam verlagert. Wo liegt das eigentlich? Antwort gibt das Fach „Geographie“. „Englisch“ beschäftigt sich mit dem Siegeszug der Anglizismen, die auch vor der Textilindustrie nicht Halt gemacht haben. Die Sprache der Jugendlichen hat sich verändert – ein Thema für den Deutschunterricht. Der Besucherandrang bei der 1. Projektmesse in Michelbeuern hat die Erwartungen übertroffen. Nach der Eröffnung durch Bezirksvorsteherin Malyar und Direktorin Rameder wurden die Produkte besichtigt. Die Auftraggeber der Projekte waren da, viele Schülerinnen der HLMW9 und Lehrererinnen aus anderen Schulen. Die besten Wünsche der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Frau Dr. Schmied, begleiteten die Veranstaltung. Am Ende des Ausstellungstages zeigte sich, dass die 1. Projektmesse erfolgreich war. Als Résumé bleibt der Wunsch aller Beteiligten nach einer Wiederholung im nächsten Jahr.
Frank Pokorn
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