Wir haben es ja schon immer gewusst: In jeder/m SchülerIn steckt inkognito ein/e LehrerIn!

Wir haben es ja schon immer gewusst: In jedem Schüler steckt inkognito ein Lehrer!

In Salzburg konnten wir uns schließlich davon überzeugen.
Alle Expositurklassen und vier Lehrerinnen besuchten am 5.Dezember das Ausbildungszentrum St. Josef, eine katholische Privatschule (nur Mädchen!) für medizinische Verwaltung.
Eine Klasse der dortigen zweijährigen Fachschule holte uns mit der Lehrerin Christa Hausbacher vom Hauptbahnhof ab und führte uns durch das weihnachtlich geschmückte Salzburg.
Ein erstes Highlight war eine Brücke über die Salzach, auf der zahlreiche Pärchen-Vorhängeschlösser gehängt waren (wie viele Schlösser wurden da wohl in Gedanken auf- oder abgehängt?).
Bei dem Spaziergang durch die Altstadt wurden uns natürlich die must-sees gezeigt: das Mozarthaus, die Getreidegasse, der Dom, das Festspielhaus.
Am Festspielhaus präsentierte uns ein Schüler den Anteil seiner Familie an der Errichtung desselben: Großvater Zenzmeier wirkte als Bildhauer an der Verzierung der Fassade mit.
Einen kleinen Snack kauft man sich in Salzburg nicht bei Anker oder Ströck, sondern in der ältesten Bäckerei der Stadt, der Stiftsbäckerei St.Peter aus dem Jahre 1160.
Mehr als ein Snack war allerdings nicht notwendig, da wir im ABZ schon mit einem Mittagessen erwartete wurden.
Ein Hauptgericht und ein dreifacher, mit Sternenmustern verzierter Kuchenteller als Nachspeise (Zitrone, Lebkuchen, Mohn-Himbeer) mit einem Punch, alkoholfrei natürlich. Eingeläutet wurde das Mittagessen durch eine Ansprache des Direktors und unserer Übergabe der Gastgeschenke an ihn und das Team, das uns bekocht hatte und uns nun das Essen servierte. Die Schülerinnen waren ein wenig aufgeregt, weil sie ihre theoretisch erlernten Servicekünste nun am lebenden Objekt demonstrieren konnten: an unseren SchülerInnen. Die jungen Gäste waren zufrieden, während die Lehrkräfte am Direktorentisch Gesellschaft durch Schwester Michi erhalten haben, einer Klosterschwester aus dem angegliederten Kloster.
Derart gestärkt stand dem Gebärdensprachworkshop nichts mehr im Wege.

Unsere SchülerInnen erwiesen sich als talentierte Lehrkräfte, die für ihren Stoff Begeisterung wecken und den St.Josef-Schülerinnen einige Grundbegriffe in kurzer Zeit vermitteln konnten – und ganz nebenbei den Salzburger Schülerinnen jegliche Berührungsängste nahmen.

Der Tag ist viel zu schnell vergangen. Handynummern wurden ausgetauscht, bevor uns die Schülerinnen in die Altstadt brachten, wo wir uns vor dem schmalsten Haus Salzburgs verabschiedeten.  Und nun erwarten wir mit Spannung den Gegenbesuch in Wien!

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