Qualitätsmanagement an der HLMW9

 

Die berufsbildenden Schulen – und damit auch die HLMW 9 – sind mit einem Wandel an Anforderungen und Erwartungen im Bildungswesen konfrontiert. Neue Lehr- und Lernformen, die dem Einfluss neuer Technologien gerecht werden, stellen ihre Organisation vor anspruchsvolle Aufgaben. Es gilt, die Schüler/innen unter möglichst effizientem Einsatz auf die zukünftigen Anforderungen im persönlichen und beruflichen Bereich vorzubereiten. Auch die HLMW 9 hat sich im Rahmen der Qualitätsinitiative der berufsbildenden Schulen – QualitätsInitiative Berufsbildung (QIBB) – die Eigenverantwortlichkeit der Schulen und die Nachhaltigkeit der Schulentwicklung unter verbessertem Unterrichtsambiente zum Ziel gesetzt.

Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung – wie sie in den letzten Jahren europaweit zu einem bestimmenden Thema im Bildungswesen geworden sind – unterstützen die notwendige Abstimmung von Arbeitsmarkt und Ausbildung und tragen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und des Zugangs zu weiterführenden Bildungsmöglichkeiten – Stichwort: lebenslanges Lernen – bei.

Im Rahmen von QIBB wird an der HLMW9 seit 2005 systematisch an der Qualitätsentwicklung und –sicherung gearbeitet. Im Zentrum steht die Qualität des Unterrichts wie auch der Verwaltungsleistungen. 

Folgende Schritte werden im Rahmen von QIBB an der HLMW9 gesetzt:

 

  • Leitbild
  • Q-Matrix (Qualitätszielematrix)
  • Definition von Schlüsselprozessen
  • Arbeits-/Schulprogramm inklusive Entwicklungs- und
  • Evaluation
  • Qualitätsbericht
  • Personalentwicklung

 

Für jedes Schuljahr werden neben den schulbezogen festgelegten Qualitätszielen auch bundesweite Qualitätsziele definiert. Das erste bundesweite Qualitätsziel war die „Transparenz der Leistungsbeurteilung“: Alle Lehrer/innen müssen den Schüler/innen zu Schulbeginn die in den jeweiligen Fächern geltenden Leistungsbeurteilungskriterien in schriftlicher Form bekannt geben.

Die aktuellen Qualitätsziele für das Schuljahr 2018/19 sind

Individualisierung:

Hier steht eine Vielfalt an Lehr- und Lernmöglichkeiten – etwa in Form von COOL-Klassen, Förderkonzepten, projektorientiertem Unterricht, Team Teaching etc. – im Mittelpunkt.

Respektvoller Umgang (HUM-Wert):

Im Fokus steht hier der persönliche Umgang der Lehrer/innen und Schüler/innen an der HLMW 9. Nach einer Evaluierungsphase soll in verschiedenen Projekten gemeinsam erarbeitet werden, wie ein wertschätzender Umgang der Lehrer/innen und Schüler/innen miteinander sichergestellt werden kann.

Einführung einer Übergangsstufe:

Jene SchülerInnen, die in die erste Klasse Fachschule oder den ersten Jahrgang HM bzw. HW zwar aufgenommen wurden, jedoch am Unterricht voraussichtlich nicht erfolgreich teilnehmen können, sollen durch Wiederholung, Ergänzung und Sicherung des erforderlichen Wissens und Könnens für den erfolgreichen Besuch der ersten Klasse FS oder des ersten Jahrgangs HM/HW vorbereitet werden. Parallel dazu sollen nach einem Beobachtungszeitraum (bis Ende Oktober) Schüler/innen, die voraussichtlich im ersten Semester mit vier oder mehr negativen Beurteilungen abschließen, die Chance erhalten, aus der 1. Klasse Fachschule oder dem 1. Jahrgang einer Höheren Lehranstalt (HM, HW) in die Übergangsstufe umzusteigen. Ein allfälliges Umsteigen soll jedenfalls freiwillig erfolgen. Wenn Schüler/innen im Jahreszeugnis (der 1. Klasse bzw. des 1. Jahrgangs) vier oder mehr negative Beurteilungen erhalten, verlieren sie die Berechtigung zum Wiederholen in dieser Fachrichtung. Der Umstieg in die Übergangsstufe soll jedenfalls – bei positivem Abschluss der Übergangsstufe – mit der Berechtigung verbunden sein, noch einmal die 1. Klasse oder den 1. Jahrgang einer BMHS besuchen zu können.

An der HLMW9 begleiten sogenannte Schulqualitätsbeauftragten (SQPM-Schulqualitätsprozessmanager/innen) in Kooperation mit der Direktion die Implementierung der jeweiligen Qualitätsfelder. Diese werden in Fachgruppenbesprechungen und pädagogischen Konferenzen diskutiert und evaluiert.