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Die Kunst sich ohne gesprochene Worte zu verständigen

Zum ersten Mal verwandelte sich unsere Schule in ein ganz besonderes Abendrestaurant: Die Hörbeeinträchtigten-Abteilung lud zur Dinner Night unter dem Motto „The Silent Night of a Different World“.

Mitwirkende Klassen waren die 2FHA, 3FHA, 3FHB und 4HKB. Das Rahmenprogramm des Abends wurde von den Schüler*innen der 2FHA gestaltet, während die restlichen Klassen in Küche und Service unterstützten. Gemeinsam sorgten sie für eine Veranstaltung, die nicht nur kulinarisch begeisterte, sondern auch besondere Momente bot.

Genuss auf höchstem Niveau

Die Gäste erwartete ein liebevoll zusammengestelltes dreigängiges Menü:

  • Vorspeise: Frühlingsminestrone | Mozzarella | Crostini

  • Hauptspeise: Rindsbackerl | Polenta | Rübengemüse oder
    rotes Rübenrisotto | Haselnüsse | Taleggio | Mangold

  • Nachspeise: Bananenkuchen | Miso-Butterscotch | Kakao-Kulfi

Begleitet wurde das Dinner durch die passende Getränkeauswahl. Schon beim ersten Gang war klar: Hier wurde mit Leidenschaft gekocht und die Gäste wurden professionell betreut.

Getränkeausgabe

Eintauchen in die Welt der Gebärdensprache

Doch die Dinner Night war weit mehr als ein normaler Restaurantabend. Sie bot die Gelegenheit, die Welt der Hörbeeinträchtigten kennenzulernen.

Die Schüler*innen der 2FHA präsentierten spannende Informationen zur Gehörlosenkultur, vorgetragen in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS). Für viele Gäste war es eine ganz neue Erfahrung, Kommunikation durch Zeichensprache zu erleben.

Ein weiteres Highlight war der Auftritt von Romeo Seifert. Mit seinem visuellen Storytelling „Visual Vernacular“ trug er die Kurzgeschichte „Der Adler und der Sohn“ vor. Ganz ohne gesprochene Worte und nur durch Gestik, Mimik und visuellen Impulsen entstand eine ungewöhnliche Erzählung, die das Publikum berührte. 

Stille, die verbindet

Die Nachspeise wurde dann in vollkommener Stille serviert. Die Gäste erhielten Noise-Cancelling-Kopfhörer und konnten Geräusche kaum mehr wahrnehmen.  Plötzlich wurde das, was für hörbeeinträchtigte Menschen Alltag ist, für alle erlebbar.

Zusätzlich lagen Kärtchen mit ÖGS-Begriffen auf den Tischen. Schön war zu erleben, dass sich die Gäste darauf einließen, miteinander in Gebärdensprache zu kommunizieren. Das geschah anfangs noch unsicher, dann aber immer mutiger und schließlich mit viel Gelächter. Kommunikation funktioniert auch ohne Worte!

Ein großes Dankeschön

Ein herzliches Dankeschön gilt Hands Up für die hilfreiche Unterstützung sowie den Dolmetscher*innen, die die Gebärdensprache für hörende Gäste in Lautsprache übersetzten und so eine Verbindung zwischen zwei Sprachwelten schufen.

Mehr als ein Abend

Für die Gäste war es eine besondere Erfahrung, eine Welt kennenzulernen, die für viele Menschen selbstverständlich ist und im Alltag meist verborgen bleibt. Es hat sich gezeigt, wie bereichernd es ist, neue Perspektiven einzunehmen.

Wir sind stolz auf alle beteiligten Schüler*innen und Lehrkräfte, die mit Engagement und Herzblut diesen besonderen Abend möglich gemacht haben. 

Mehr Informationen zur Ausbildung für Hörbeeinträchtigte an der HLMW9.

Betreuende Lehrkraft: Susanna Lazarus

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