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Lesefreuden für den Sommer
Klassenbeitrag

Sehnen wir uns am Schulschluss nicht alle nach ein paar gemütlichen Lesestunden mit spannenden Lektüren, die den See, an dem man gerade liegt, plötzlich in den abendlich schimmernden Indischen Ozean verwandeln?

Wir, einige Schülerinnen und Schüler der 4HKA, haben Buchrezensionen verfasst, um euch die Wahl der perfekten Sommerlektüre zu erleichtern. Von Hermann Hesse bis zu dem afghanisch-stämmigen Khaled Hosseini gibt es eine große Vielfalt an Autorinnen und Autoren zu entdecken. Einige Romane sind zwar etwas anspruchsvoller, aber sehr fesselnd, so dass man es sich auf der Liege gemütlich machen und die Zeit vergessen kann.

Lesen am See

Mary Shelly:
Frankenstein

Buchtipp von Ines Wichrowska

Das Buch mit dem Titel Frankenstein von Mary Shelly wurde erstmals am 1. Januar 1818 anonym veröffentlicht und ist garantiert nichts für schwache Nerven. Es ist ein Roman, welcher zu den bekanntesten Vertretern des Horrorgenres gehört. Was passiert eigentlich, wenn man Gott spielt? Kann man wirklich neues Leben erschaffen?

Genau solche Fragen bringen den jungen Viktor Frankenstein dazu, das Unfassbare zu probieren. Er erschafft ein Wesen, welches sich aus Teilen von Leichen zusammensetzt. Als das Experiment zum Leben erwacht, fällt Viktor Frankenstein bei dessen Anblick ins Nervenfieber. Dieser Tag bringt Mord, unschuldiges Blut und eine Menge Schuldgefühle mit sich.

Meine persönliche Meinung dazu ist, dass das Buch sehr gut verfasst wurde. Die Autorin beschreibt detailgetreu, was passiert und dadurch baut sie Spannung auf. Da das Buch Anfang des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde, ist es manchmal schwer einzelne Wörter zu verstehen. Der Roman besteht unter anderem auch aus Briefen, welche einen besseren Einblick in die Gefühlslage der Personen gewähren. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich für Schauergeschichten interessiert.

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eBook am Strand

Khaled Hosseini:
Drachenläufer

Buchtipp von Chantal Khellaf

Meine Rezension befasst sich mit dem gesellschaftspolitischen Roman mit dem Titel Drachenläufer des seit zehn Jahren in den Vereinigten Staaten lebenden Afghanen Khaled Hosseini. Es handelt sich um das Erstlingsbuch des Autors. Dieses Buch erzählt uns die Geschichte des 12-jährigen Amir, der als Sohn eines wohlhabenden Paschtunen in wohlsituierten Umständen eines westlich orientierten Haushalts in Kabul aufwächst. Amir ist mit dem Sohn des Dienstboten, einem Hazara, befreundet. Amir beobachtet die Vergewaltigung seines Freundes und verhindert sie nicht. Die verschlungene Geschichte führt Amir nach Amerika, wo es zu einer späten Wiedergutmachung kommt.

Aus meiner Sicht bereitet dieses Buch großes Lesevergnügen, es ist sehr spannend und realitätsnah geschrieben und bietet einen tiefen Einblick in die afghanische Gesellschaft. Die handelnden Charaktere sind psychologisch sehr fein gezeichnet. Die Sprache des Autors ist klar und verständlich, man könnte auch sagen die Sprache ist zauberhaft, an manchen Stellen ist man zu Tränen gerührt. Die Handlung des Buches ist sehr spannungs- und wendungsreich.

Titel und Covergestaltung sind meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Der Roman bietet mit seiner zauberhaften Sprache ein - wie ich meine - sinnliches Lesevergnügen für alle Zielgruppen.

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Lesen am Ufer

Hermann Hesse:
Unterm Rad

Buchtipp von Katrin Höllerschmid

Unterm Rad gehört zur Epik und ist eine Erzählung, die ursprünglich von Hermann Hesse als Roman bezeichnet wurde. Ich würde den Roman als eine Mischung zwischen autobiografischem Roman und Gesellschaftsroman beschreiben, obwohl ich eher zu dem Gesellschaftsroman tendiere. Denn auch wenn einige Erlebnisse aus dem Leben des Autors in dem Buch verarbeitet wurden, dreht es sich doch um das Leben einer erfundenen Figur.

Das Buch handelt von Hans Giebenrath, der ein Musterknabe, hochbegabt und Streber schlechthin ist. Aus ihm soll etwas Besonderes werden, Pastor oder ein Landesbeamter. Deswegen wird er zum Landesexamen nach Stuttgart geschickt, um dort die Aufnahmeprüfung für das theologische Seminar in Maulbronn zu besuchen. Hans wird selbst nach der bestandenen Prüfung vom Pfarrer und dem Direktor seiner Schule dazu gedrängt, in den Ferien zu lernen und sich von allem abzuschotten. Dabei übersehen die lokalen Pädagogen, wie Hans währenddessen körperlich und emotional verfällt. Im Kloster angekommen, schließt Hans Freundschaft mit Hermann Heiler, der sich dem Schulsystem rebellisch gegenüberstellt und als seine Leistungen immer schlechter werden, gerät Hans auch bei den Lehrern langsam in Missgunst. Nachdem Hermann der Schule verwiesen wurde, können sie sich nur mit einem Händedruck verabschieden und mit dem Verlust seines Freundes kommt dann der Nervenzusammenbruch. Wie sich das Schicksal von Hans wirklich entwickelt, erfährt man aber erst am Ende des Buches.

Das Werk ist ein sehr gutes Buch, welches ich jedem empfehlen würde. Es ist nicht sehr lang, einfach zu verstehen und behandelt ein sehr aktuelles Thema. Ich finde, dass der Schreibstil von Hesse gut zu dem Thema passt und man merkt, dass er sich aufgrund seiner eigenen Erfahrungen mit dem Thema auskennt und die Leser*innen mitreißen kann. Das Ende zeichnet sich zwar an einigen Buchstellen schon ab und ist vorhersehbar, jedoch ist die Entwicklung von Hans nachvollziehbar und es zieht sich ein roter Faden durch das Buch.

Leistungsdruck und Leidensdruck. Heute ist diese Geschichte sicherlich immer noch aktuell, wenn nicht aktueller denn je. Viele junge Menschen kennen die enormen Anforderungen und den Druck, der vom Umfeld ausgeübt wird. Die übliche Meinung ist, dass nur Erfolg und eine gute Arbeit mit vorangegangenem Studium das Leben erleichtern und glücklich machen. Ich würde meinen, dass das Buch für alle Altersgruppen geeignet ist, aber für Schüler wahrscheinlich noch eine andere Bedeutung hat und helfen kann, eigene Probleme zu überwinden. Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt, auch etwas Tiefgründiges an sich hat und topaktuelle Themen behandelt. Daher kann ich es nur weiterempfehlen.

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Buch am Strand

Elfriede Jelinek:
Die Liebhaberinnen

Buchtipp von Klaudia Koperova

Der Roman mit dem Titel Die Liebhaberinnen wurde von der österreichischen Nobelpreisträgerin Elfride Jelinek im Jahr 1975 verfasst. In dem Buch geht es um zwei junge Mädchen namens Brigitte und Paula. Beide haben das gleiche Ziel: Sie möchten ein besseres Leben haben und ihre Träume verwirklichen. Trotz der schlechten Beziehungen mit ihren Partnern geben sie diese Hoffnung nicht auf und kämpfen weiter für eine bessere Zukunft. Wenn du erfahren möchtest, welches Schicksal auf die beiden Mädchen zukommt, empfehle ich dir das Buch zu lesen!

Mein persönlicher Eindruck von diesem Buch ist, dass es sehr gut verfasst wurde. Die Autorin hat aus meiner Sicht viele unerwartete und spannende Aspekte eingebaut. Was mir jedoch nicht so gut gefallen hat, ist, dass es sehr viele Wortwiederholungen gibt und die Sprache manchmal schwer zu verstehen ist. Das Thema wird aber insgesamt verständlich aufbereitet. Das Buch entspricht auch der Realität, da es viele Beziehungen gibt, in welchen der Mann seiner Frau keine Aufmerksamkeit schenkt und sie nur für die sexuelle Befriedigung ausnutzt. Dieses Buch würde ich Mädchen und Frauen empfehlen, die sich für Liebe und Beziehungen interessieren.

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Lesender am Steg

Heinrich Böll:
Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Buchtipp von Magdalena Topalovic

In meiner Rezension schreibe ich über den Roman Die verlorene Ehre der Katharina Blum.  Das Buch wurde von dem Autor Heinrich Böll verfasst und es ist ein Kriminalroman. Die junge Katharina Blum geht auf eine Party und lernt den charmanten Ludwig Götten kennen. Die beiden verlieben sich ineinander und verbringen die Nacht zusammen. In der Früh flieht Götten, da er ein gesuchter Krimineller ist. Nach seinem Verschwinden wird Katharina nicht nur von der Polizei und den Medien, sondern auch von ihren Nachbarn und ihren Freunden verdächtigt, dass sie eine Komplizin von Götten ist. Dies leugnet Katharina aber. Wenn ihr erfahren wollt, ob Katharina lügt oder nicht, würde ich euch empfehlen das Buch zu lesen.

Was dieses Buch spannend macht, ist die Tatsache, dass man nicht wirklich erahnen kann, ob Katharina die Wahrheit sagt. Der Autor verwendet eine einfache Sprache und benutzt nicht allzu viele Fremdwörter. Ich finde das Thema auch wichtig, da eine ähnliche Situation jedem Menschen passieren könnte. Die Problematik ist aktuell, da es heutzutage in den Sozialen Medien viel Manipulation gibt.

Das Buch ist sehr empfehlenswert für Leser, die sich für Krimis interessieren.

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Buch am Strand

Das Tagebuch der Anne Frank

Buchtipp von Marco Pesic

Das Buch mit dem Titel Das Tagebuch der Anne Frank von Anne Frank wurde erstmals am 25.06.1947 veröffentlicht und ist für Leute zu empfehlen, die über eine bestimmte mentale Stärke verfügen. Das Tagebuch des etwa 15-jährigen Mädchens gehört zu den am besten verkauften und bekanntesten Büchern der Welt. In den Tagebucheinträgen wird die Zeit während des 2. Weltkrieges beschrieben, speziell aus der Sicht von Anne Frank. Das Versteck, die Angst der versteckten Personen und das Zusammenleben auf engstem Raum – diese Themen spielen eine wichtige Rolle. Nachdem das Mädchen und die restliche Familie leider an den Folgen der Grausamkeit der Nazis sterben, schafft es der Vater lebend hinaus und veröffentlicht das Tagebuch.

Meine persönliche Meinung dazu ist, dass das Buch sehr detailliert ist in Bezug auf diese grausame Zeit. Wenn man das Buch selbst liest, spürt man förmlich, wie es den Menschen in dieser Zeit ging. Das Buch ist leicht zu verstehen, dennoch schwer zu verkraften. Ich empfehle diese Lektüre Leserinnen und Lesern, welche sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen möchten.

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Monica Hesse:
Das Mädchen im blauen Mantel

Buchtipp von Nikolina Sicaja

Bei meinem Buch handelt es sich um Das Mädchen im blauen Mantel von Monica Hesse. Das Genre ist ein Entwicklungsroman bzw. ein historischer Roman. Im Buch geht es um ein 18-jähriges Mädchen namens Hanneke, welches als Schwarzmarkthändlerin von Luxusgütern in den Straßen Amsterdams arbeitet. Zeitlich gesehen befinden wir uns im Jahr 1943, in dem die Stadt bereits von Adolf Hitler eingenommen wurde. Die Geschichte erzählt vom Auftrag, den Hanneke von Frau Janssen, einer Kundin, bekommt. Sie soll das jüdische Mädchen Mirjam finden, das sich bei Frau Janssen vor den Soldaten versteckt hat, aber weggerannt ist. Bei der Suche nach Mirjam stößt Hanneke auf viele Fragen, Geheimnisse und Hindernisse.

Das Werk ist sehr gut geschrieben, da es leicht zu verstehen ist und ein sehr spannendes Thema behandelt. Als Leserin war es für mich sehr aufregend gemeinsam mit Hanneke auf diese Reise zu gehen und gleichzeitig mit ihr überrascht zu werden. Die Charaktere sind mysteriös, komplex und jede Figur steuert ihren Teil zur Geschichte bei. Das Ende des Buches ist sehr überraschend und wahrscheinlich nicht das, womit der Leser/die Leserin rechnen würde.

Aus meiner Sicht ist das Buch auf jeden Fall sehr empfehlenswert, da es den Leser*innen ein so wichtiges und vielfältiges Thema näherbringt. Vor allem Jugendlichen würde ich dieses Buch empfehlen, aber es ist genauso auch für Erwachsene ein toller Lese-Tipp.

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Betreuende Lehrkraft: Sonja Etzelsdorfer
Fotos: www.pixabay.com (Lizenzen: CC-0)

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