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Viel Gaudi bei Gaudí in Barcelona
Klassenbeitrag

Die hörbeeinträchtigten Klassen verbrachten vier erlebnisreiche Tage in Barcelona. Am Sonntag, den 12. April begann das Abenteuer bereits frühmorgens um sechs Uhr am Flughafen Wien – begleitet von drei Lehrerinnen und einer Dolmetscherin.

Nach der Ankunft im zentral gelegenen Hostel am Passeig de Gràcia ging es direkt zum Mittagessen, bevor wir das gotische Viertel erkundeten. Genau rechtzeitig vor dem einsetzenden Regen fanden wir Zuflucht im Einkaufszentrum Maremagnum am Hafen. Um die müden Beine zu schonen, nahmen wir anschließend den Bus zurück ins Hostel.

Der zweite Tag startete mit einem ausgiebigen Frühstück, doch schon bald machten wir uns auf den Weg zur beeindruckenden Sagrada Família – vorsichtshalber mit Regenschutz im Gepäck. Die Führung wurde von Patricia Brück gedolmetscht und ermöglichte allen eine barrierefreie Teilnahme. Besonders faszinierend: der Architekt Antoni Gaudí, der vor rund 100 Jahren starb, ließ sich stark von der Natur inspirieren – ein Einfluss, der sich in den organischen Formen, Säulen und Strukturen der Basilika widerspiegelt.

Nach so vielen Eindrücken ging es weiter zum Park Güell. Auf dem Weg stärkten wir uns in einem kleinen Restaurant – und wurden dabei überraschend und unerwünscht von einem Balkon herab „geduscht“. Im Park angekommen, wurden wir mit strahlendem Sonnenschein belohnt: Palmen, Blumen und kunstvolle Mosaike leuchteten in den schönsten Farben. Den Abend ließen wir am berühmten Mercat de la Boqueria ausklingen, wo wir Tapas und andere Köstlichkeiten genossen, bevor wir müde ins Bett fielen.

Am dritten Tag führte uns ein Ausflug in die charmante Küstenstadt Sitges. Am Bahnhof stand ein Mann mit gelber Warnweste, der uns mit Gratistickets versorgte – das kannten wir schon von unserer Fahrt vom Flughafen ins Stadtzentrum. Gratistickets? Ist das hier normal? Das blieb für uns ein kleines Rätsel, das uns während der Reise immer wieder begegnete. In Sitges erkundeten wir zunächst gemeinsam das historische Zentrum, bevor die Schüler*innen die Stadt in Gruppen selbstständig entdecken durften. Ob Museum, Strand oder Shopping – für jeden war etwas dabei.

Zurück in Barcelona besuchten wir die Ziryab Fusion Tapas Bar – ein ganz besonderer Ort. Die Bar wird von Geschwistern geführt, von denen einer gehörlos ist, und hat sich zu einem internationalen Treffpunkt der Gehörlosencommunity entwickelt. Serviert wurde von gehörlosem Personal und wir genossen außergewöhnliche Gerichte mit arabischen Einflüssen. Anschließend tauchten wir im Picasso Museum in die Welt des berühmten Künstlers ein und bestaunten rund 4.000 Werke, vor allem aus seiner frühen Schaffensphase.

Der letzte Tag begann mit einem Besuch der Casa Milà (La Pedrera), die sich gleich in unserer Nähe befand. Dort erfuhren wir mehr über den katalanischen Modernismus und seine Verbindung zum Jugendstil. Besonders beeindruckend waren die hängenden Kettenmodelle, die Gaudí als Grundlage für seine Architektur nutzte. Auf dem Dach genossen wir schließlich noch einmal die Sonne und den Blick über die Stadt.

Auf dem Weg zum Flughafen freuten wir uns ein letztes Mal über die Gratistickets für die öffentlichen Verkehrsmittel, bevor wir müde, aber voller Eindrücke die Heimreise antraten.

Eindrücke der Schüler*innen:

„Es hat sich angefühlt, als wäre ich nur einen Tag dort gewesen – dabei waren es vier Tage voller schöner Momente, die viel zu schnell vergangen sind.“

„Barcelona hat mir besonders wegen der beeindruckenden Architektur von Gaudí gefallen. Auch die Zeit am Strand und das milde Klima waren großartig.“

„Die Stadt ist unglaublich spannend – ich hatte viel Spaß und viele schöne Erlebnisse.“

„Wir haben viel gelernt und gesehen. Besonders der Markt war faszinierend, weil es dort Lebensmittel gibt, die man in Wien nicht findet."

Betreuende Lehrkräfte: Christina Pufitsch, Susanna Lazarus, Sonja Etzelsdorfer  

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